Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ein eisiger Wind geht durch die Pfalz. Fast ist man geneigt das verbotene Wort in den Mund zu nehmen: HERBST. Wer zum See geht nimmt eher Schlittschuhe mit als die Badehose. Vergesst den Sonnenhut. Greift besser zur Pudelmütze. Und es ist gerade mal Juli. Soll es das schon gewesen sein???

Mitnichten! Der Sommer ist noch lange nicht vorbei! Es kommt sogar noch besser. Versprochen.

Schon bald werdet Ihr verzweifelt Eure Klappstühle suchen, die verwunschene Picknickdecke, das anschmiegsame Sitzkissen. Denn dann hält Euch nichts mehr in der dunklen miefigen Bude. Dann wollt Ihr raus. Ihr werdet Euch einreihen in den Strom von Menschen der sich quer durch Landau zieht bis hin zum Haus am Westbahnhof.

Denn hier ist er wieder. Mit voller Wucht und voller Lebenslust. Der Sommer. Der „Sommer im Garten“.

Wer den nicht erlebt, der hat den Sommer nicht gesehen.

Photo: Dorothee Ackermann

Sommer im Garten: Live-Musik und Open Air-Kino mitten in Landau

Auch im Sommer 2026 veranstaltet das Haus am Westbahnhof in Kooperation mit dem Filmfestival La.Meko wieder tolle Konzerte und spannende Kino-Erlebnisse unter freiem Himmel – immer freitags, immer 19 Uhr, immer Eintritt frei! Immer auf unserer Gartenbühne.

Den Auftakt macht am 14. August das Jazztrio „Ralex“ mit Alexander Mörck (Saxophon, Gesang), Ralf Bereswill (Piano, Bass) und Jürgen Mrotzek (Drums). Im Anschluss präsentiert das Landauer Töchterkollektiv das Biopic „Joan Beaz – I am a Noise”. Der Film über die Musikerin, Bürgerrechtlerin und Aktivistin Joan Baez verwebt Tagebuchtexte, eine Fülle von teils ungezeigtem Archivmaterial und ausführliche Gespräche mit Backstage-Momenten ihrer Abschiedstour. Ein intimes Porträt, das nicht nur für Fans interessant ist!

Gleich zwei musikalische Programmpunkte gibt’s am 21. August: Eröffnet wird der Abend vom Singer-Songwriter Andy Koitzsch, und im Anschluss gibt die Landauer Band „Pulse“ auf der Gartenbühne ihr Debut. In seinem Film „Vor mir der Süden“ zeichnet Pepe Danquart auf den Spuren von Pier Paolo Pasolini dessen Reise durch Italien nach und erlebt ein Land zwischen Dolce Vita und nostalgischer Endzeitstimmung. Der Film ist ein dokumentarisches Roadmovie und eine Bestandsaufnahme dessen, was wir Fortschritt nennen.

Pop, Rock, Blues & Soul von damals bis heute versprechen „The Sisters Creek” am 28. August, bevor die französische Sommerkomödie „N’avoue jamais” (Liebesbriefe aus Nizza) von Regisseur Ivan Calbérac („Frühstück bei Monsieur Henri“) die diesjährige Sommerreihe beendet. Mit herrlichen Pointen entpuppt sich der Film als eine grandiose Screwball-Komödie über den dritten und den vierten Frühling im Leben. Eine Revanche à trois voller Situationskomik, die mit viel Humor zeigt, dass kein Alter vor frischer Verliebtheit und später Rache schützt. Der Film wird im französischen Original mit deutschen Untertiteln zu sehen sein.

Die Konzerte beginnen alle um 19 Uhr, die Filmvorführungen starten nach einer kurzen Umbaupause gegen 21:15 Uhr. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen aufgrund der späten Uhrzeit die Filmvorführungen nicht ohne Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person besuchen.

Der Eintritt ist an allen drei Abenden frei, es wird um Spenden gebeten. Eigene Stühle und Decken dürfen mitgebracht werden, für kühle Getränke und leckere Flammkuchen sorgen die Vereine Leben und Kultur e.V. und La.Meko e.V. gemeinsam. Bei schlechtem Wetter finden Konzerte und Filmvorführungen im Saal statt.

Ausführliche Informationen über die Bands und Filme unter hausamwestbahnhof.de/sommer-im-garten.